EU-Bischöfe: Künstliche Intelligenz muss „Werkzeug im Dienste des Menschen“ sein
What happened
Pope Leo XIV published Magnifica Humanitas.
- Who
- Pope Leo XIVCatholic Church · Holy See · Vatican City · Metz
- To whom
- Magnifica Humanitas
- Kind of action
- Wrote, signed or issued
- Tone
- Neutral
- When
- Oct 21, 2026
- Reported by
- CNA Deutsch
Every action it reports: 3
- COMECE called on European UnionSaid or cited
- Pope Leo XIV stated that real art cannot be created with ai Magnifica HumanitasSaid or cited
- Pope Leo XIV published Magnifica HumanitasWrote, signed or issued

Redaktion - Mittwoch, 21. Oktober 2026, 14:15 Uhr.
Die europäischen Bischöfe haben gefordert, künstliche Intelligenz (KI) müsse „ein Werkzeug im Dienste des Menschen“ sein, aber auch „des Gemeinwohls und des Friedens“.
Die Zukunft der KI dürfe „nicht nur davon geprägt sein, was die Technologie leisten kann, sondern auch davon, was menschliche Würde, Verantwortung, Solidarität und Brüderlichkeit erfordern“, hielt die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) in der am Montag veröffentlichten Erklärung fest. „Die katholische Kirche wird die Europäische Union weiterhin auf einem Weg begleiten, der die menschliche Person im Zeitalter der künstlichen Intelligenz schützt.“
„Angesichts der von vielen geäußerten Sorgen und Ängste erkennen wir, die Bischöfe, die die Bischofskonferenzen der EU vertreten, die bereits unternommenen Anstrengungen zur Regulierung des Einsatzes von KI an und ermutigen die Europäische Union, in diesem Bereich im Einklang mit ihren Gründungswerten und ihrem Auftrag eine Führungsrolle zu übernehmen“, hieß es.
Europa sei „aufgerufen, mit Dringlichkeit, Ehrgeiz und Verantwortung zu handeln, um seine digitalen Kapazitäten zu stärken und die Forschung, Konzeption und Entwicklung dieser Technologien mitzugestalten, wobei eine wahrhaft menschenzentrierte Vision gefördert werden muss“.
„Europa muss eine positive und führende Rolle übernehmen, um zu einer internationalen Zusammenarbeit und Governance beizutragen, die die Menschenrechte achtet, den schädlichen Einsatz von Technologie verhindert und einen gerechten Zugang zu deren Vorteilen unterstützt sowie den Frieden und unser gemeinsames Zuhause schützt“, so die Bischöfe. „Dies muss mit einem kollektiven Verantwortungsbewusstsein erreicht werden, unter Einbeziehung von Institutionen, Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Bildungsgemeinschaften und Bürgern.“
Die erste der acht von der COMECE formulierten Forderungen lautet: „Die Menschenwürde und die Handlungsfähigkeit des Menschen müssen oberste Priorität behalten.“ Auch dürfe KI „die Einzigartigkeit des Menschen nicht minimieren oder verdrängen, und Menschen dürfen nicht auf Daten oder Waren reduziert werden“.
Papst Leo XIV. hatte vor einigen Monaten seine umfangreiche Enzyklika Magnifica humanitas veröffentlicht, die sich ausführlich mit KI befasst. Seither ist er wiederholt auf das Thema eingegangen und erklärte etwa, dass echte Kunst nicht mit KI erstellt und menschliche Arbeit nicht durch KI ersetzt werden könne.

